Der Hörsaal leert sich. Angeblich starten in Kürze Diskussionsgruppen. Man sehen wie viele dann noch da sind.
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13:30 Graz: Rektorat meldet sich zu Wort
Das Rektorat der UNI Graz hat Redezeit in der besetzten Vorklinik beantragt und selbstverständlich bekommen. Vizerektor Polaschek hat sich für den geordneten Protest bedankt. Außerdem stellte er sich Fragen.
Grundsätzlich scheint das Rektorat dem Protest wohlwollend gegenüberzusein. Infrastruktur wie Strom, Internet, Wasser wird nicht abgedreht. “Das ist keine Diskussion für uns,” heißt es aus dem Rektorat. Das Rektorat sei für eine Politik des Miteinander.
Ein fehlendes Funkmikrophon wird seitens des Rektorats zugesagt. Es gibt ein klares Entgegenkommen der Uni-Führung. Polaschek ist bereit mitzudiskutieren. “Es macht aber wenig Sinn mitzuprotestieren,” so Polaschek.
13:00 Spontaner Redner: Prof. Angermann
Prof. Angermann der Soziologie hat eigentlich nichts zu lachen. Seine Vorlesung ist die erste, die in Graz aufgrund der Besetzung ausfällt.
Trotzdem tritt er ans Rednerpult und erklärt sich solidarisch mit den Besetzern. Er bespricht die Forderungen und erklärt warum auch er diesen Protest trägt. Er fordert aber eine Internationalisierung um die Ziele durchsetzen zu können.
Zu Thema Studiengebühren: Angermann habe selbst Studiengebühren gezahlt und danach freien Zugang gehabt. Die Erfahrungen ohne Studiengebühren seien aber nicht nur positv. Außerdem appelliert Angermann daran, dass die Forderungen nicht ins unendliche wachsen um sie besser kommunizieren zu können.
“In diesem Sinne. Gutes Gelingen. Ich hoffe, Sie können etwas bewegen,” so Angermann.
12:50 Kampfrhetorik an der Uni Graz
“Ich glaube nicht, dass wir die Welt retten können. Aber die Uni, die retten wir allemal.”
Die Stimmung kocht in Graz.
“Dass der Hahn uns davon läuft und seine Probleme liegen lässt, heißt nicht, dass wir nicht seinen Nachfolger oder Nachfolgerin quälen können.”
Stimmung aus dem Plenum: Stimmung in der Vorklinik
Hanno Wisiak (KSV) wird zitiert: “Aufgeben tut man nur einen Brief.”
12:15 Voll wie eine Publizistikvorlesung
Heute Mittag war es soweit. Auch in Graz ist ein Hörsaal voll geworden. Geschätzt befinden sich etwa 300 Leute im Hörsaal A. So muss sich also eine gut besuchte Publizistikvorlesung anfühlen. Die Leute drängen sich und die Stimmung ist erstmals richtig ausgelassen und gut. Kein Vergleich zu Samstag.
Wie wird es weiter geht? Es werden die Forderungen verlesen. Danach wird darüber diskutiert. Und im Endeffekt wird die Besetzung nach dieser Resonanz wohl weiter gehen. Ich werde weiter berichten.
Minister Hahn wurde nach der Meldung, dass er Kommissar werden soll, in Abwesenheit ausgebuht.
Zitat der Stunde: “Wäre die Uni eine Bank. Dann hättet ihr sie schon längst gerettet.”
Stimmen aus der Grazer Vorklinik
Mir wird gesagt, dass die Vorklinik auch über Nacht besetzt bleibt. Ich habe einige Besetzer gefragt warum sie hier sind. Einfach reinhören.
Die Reihen in der Vorklinik haben sich wieder gelichtet. Es spielt Musik und die Leute haben sich in kleinen Gruppen zusammengesetzt und diskutieren über alle möglichen Themen.
Der erste Eindruck
Revolution, Protest und besetzte Uni. Harte Ausdrücke für ein eigentlich friedliches und vor allem ruhiges “Sit In”. Lärm kommt hier nie auf. Es wird nicht geklascht, als Zeichen der Zustimmung hat sich ein ruhiges Wackeln mit den Händen eingebürgert. Es wird diskutiert. Es gibt Bedenken wegen eventuellen Räumungen.
Die erste Vorlesung wird am Dienstag um 13 Uhr sein. Ob dann das Saal noch “besetzt” ist. Abwarten. Die ganze Nacht werde ich wohl nicht hier bleiben.
Wer sich hier lautstarke Proteste erwartet wird enttäuscht sein.
Plenum in Graz im vollen Gange
Das offizielle Plenum in Graz beginnt nun. Der Saal ist etwa zu einem Viertel gefüllt. Kurz gezählt sind es etwa 80 Leute. Leider wurde gebeten nicht das Publikum so zu fotografieren, dass man Menschen erkennt. Manche fürchten persönliche Nachteile wenn man sie erkennt. Ich werde mich an dieses Verbot natürlich halten.
Nach kurzen Impulsvorträgen von Elevate-Gästen wird vor allem Organisatorisches besprochen.
Die Stimmung ist verhalten. Es wird kaum und wenn nur zögerlich geklatscht. Man merkt, es ist Sonntag an einem verlängerten Wochenende. Trotzdem wird versucht etwas Struktur zu bieten. Es gibt Arbeitsgruppen, eine Volksküche wird organisiert.







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