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Security: “Durchsetzen müssten sie sich.”

Ein kurzes Gespräch mit dem einsamen Security Mitarbeiter in der Grazer Vorklinik birgt so manche Überraschung. “Es ist eh gut was sie machen, durchsetzen müssten sie sich nur.”

Er selbst sei nur sehr kurzfristig hierherberufen worden. Um sieben Uhr früh habe man ihm Bescheid gesagt. Um acht sollte er hier sein. Die Besetzer seien “eh ganz brav”. Solange sie keinen Müll machen würden, sei er zufrieden. Selbst ein Kaffee sei ihm schon vorbei gebracht worden, so der Security Mitarbeiter, der gegenüber Nachrichtenfluss seinen Namen nicht nannte.

Warum nehmen Studenten an Protesten teil?

kleine Zeitung. Foto: Michael Neumayr

Wie die klassischen Medien, im Bild “Kleine Zeitung online” hat auch Nachrichtenfluss wieder vier Protestteilnehmer gefragt warum sie überhaupt hier sind.

Magdalena, Schülerin aus Bruck

Phillipp, JUS-Student

Franziska, Prädagogik-Studentin

Martin, JUS-Student

14:00 Die Versammlung ist zu Ende

Der Hörsaal leert sich. Angeblich starten in Kürze Diskussionsgruppen. Man sehen wie viele dann noch da sind.

13:45 Unklarheit über Ansprechpartner.

Wissenschaftsminister Gio Hahn wird nach Brüssel gehen. Nun herrscht unter den Protestierenden Unklarheit wer der Nachfolger ist.

13:30 Graz: Rektorat meldet sich zu Wort

Vize-Rektor. Foto: Michael Neumayr

Das Rektorat der UNI Graz hat Redezeit in der besetzten Vorklinik beantragt und selbstverständlich bekommen. Vizerektor Polaschek hat sich für den geordneten Protest bedankt. Außerdem stellte er sich Fragen.

Grundsätzlich scheint das Rektorat dem Protest wohlwollend gegenüberzusein. Infrastruktur wie Strom, Internet, Wasser wird nicht abgedreht. “Das ist keine Diskussion für uns,” heißt es aus dem Rektorat. Das Rektorat sei für eine Politik des Miteinander.

Ein fehlendes Funkmikrophon wird seitens des Rektorats zugesagt. Es gibt ein klares Entgegenkommen der Uni-Führung. Polaschek ist bereit mitzudiskutieren. “Es macht aber wenig Sinn mitzuprotestieren,” so Polaschek.

13:00 Spontaner Redner: Prof. Angermann

Prof. Angermann der Soziologie hat eigentlich nichts zu lachen. Seine Vorlesung ist die erste, die in Graz aufgrund der Besetzung ausfällt.

Prof. Angermann. Foto: Michael Neumayr

Trotzdem tritt er ans Rednerpult und erklärt sich solidarisch mit den Besetzern. Er bespricht die Forderungen und erklärt warum auch er diesen Protest trägt. Er fordert aber eine Internationalisierung um die Ziele durchsetzen zu können.

Zu Thema Studiengebühren: Angermann habe selbst Studiengebühren gezahlt und danach freien Zugang gehabt. Die Erfahrungen ohne Studiengebühren seien aber nicht nur positv. Außerdem appelliert Angermann daran, dass die Forderungen nicht ins unendliche wachsen um sie besser kommunizieren zu können.

“In diesem Sinne. Gutes Gelingen. Ich hoffe, Sie können etwas bewegen,” so Angermann.

12:50 Kampfrhetorik an der Uni Graz

Unsere Uni. Foto: Michael Neumayr

“Ich glaube nicht, dass wir die Welt retten können. Aber die Uni, die retten wir allemal.”

Die Stimmung kocht in Graz.

“Dass der Hahn uns davon läuft und seine Probleme liegen lässt, heißt nicht, dass wir nicht seinen Nachfolger oder Nachfolgerin quälen können.”

Stimmung aus dem Plenum: Stimmung in der Vorklinik

Hanno Wisiak (KSV) wird zitiert: “Aufgeben tut man nur einen Brief.”

12:15 Voll wie eine Publizistikvorlesung

Volle Vorklinik. Foto: Michael Neumayr

Heute Mittag war es soweit. Auch in Graz ist ein Hörsaal voll geworden. Geschätzt befinden sich etwa 300 Leute im Hörsaal A. So muss sich also eine gut besuchte Publizistikvorlesung anfühlen. Die Leute drängen sich und die Stimmung ist erstmals richtig ausgelassen und gut. Kein Vergleich zu Samstag.

Wie wird es weiter geht? Es werden die Forderungen verlesen. Danach wird darüber diskutiert. Und im Endeffekt wird die Besetzung nach dieser Resonanz wohl weiter gehen. Ich werde weiter berichten.

Minister Hahn wurde nach der Meldung, dass er Kommissar werden soll, in Abwesenheit ausgebuht.

Zitat der Stunde: “Wäre die Uni eine Bank. Dann hättet ihr sie schon längst gerettet.”

Der erste Eindruck

Revolution, Protest und besetzte Uni. Harte Ausdrücke für ein eigentlich friedliches und vor allem ruhiges “Sit In”. Lärm kommt hier nie auf. Es wird nicht geklascht, als Zeichen der Zustimmung hat sich ein ruhiges Wackeln mit den Händen eingebürgert. Es wird diskutiert. Es gibt Bedenken wegen eventuellen Räumungen.

Die erste Vorlesung wird am Dienstag um 13 Uhr sein. Ob dann das Saal noch “besetzt” ist. Abwarten. Die ganze Nacht werde ich wohl nicht hier bleiben.

Wer sich hier lautstarke Proteste erwartet wird enttäuscht sein.

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