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Das war meine Reise nach Bosnien

Meine Reise ist vorbei und ich bin wieder wohlbehalten in Graz angekommen. Deswegen ist es nun  Zeit ein paar Facts and Figures aufzuzählen und so etwas Bilanz zu ziehen.

1632 Kilometer, 6 Grenzkontrollen, 4 Hitchhiker, 3 Tankstopps, 3 Interviews, 2 Couchsurfing-Hosts, 2 Kisten Bier, 1 Zahnarztbesuch, 1 gezogener Zahn, viele Recherchegespräche, viele geknüpfte Kontakte, unzählige Eindrücke, keine Autopanne, keine Polizeikontrolle.

Aus folgenden Ländern habe ich Menschen kennengelernt: Bosnien und Herzegowina, Serbien, Ukraine, Österreich, USA, Dänemark, Frankreich, Bulgarien, Pakistan, Italien, Spanien, Rumänien und Irland.

In den nächsten Tagen und Wochen werden noch einige kurze Geschichten und wohl auch ein paar Geschichten von der letzten Reise nach Albanien gepostet werden.

Die nächste Reise ist noch nicht geplant, dürfte aber spätestens Ende Oktober anstehen. Der Blick nach Süden macht Spass und deswegen werdet ihr euch schon bald über neue Reiseeindrücke aus Bosnien freuen können. Mehr dazu in den nächsten Wochen.

Sigi! Schreib ein Buch.

Ich muss dazu sagen, Sigi Jnlejnda, das ist sein Künstlername, ist ein guter Freund. Bisher ist er als Künstler, eher im privaten Rahmen, auf Partys und bei Festen, aufgefallen. Nach einer Weltreise, die ihn nach Kuba, Venezuela, Australien und Neuseeland geführt haben, wagt er jetzt aber den Sprung in die Öffentlichkeit. Veröffentlicht gleich zwei CDs. Ein Hörbuch mit steirischen Mundartgedichten, die so gar nichts mit den klassischen Mundartgedichten zu tun haben und eine Musik-CD die mit anarcho-kommunistischer Musik gefüllt ist die zum schreien komisch ist, aber auch zum Nachdenken anregt.

Mit dem Lied “Revoluzzn tat I gern” rechnet er gnadenlos mit der österreichischen, insbesondere der steirischen, Politik ab. Garniert werden seine musikalischen Kreationen, die eine Mischung aus Austropop und Hans Söllner sein könnten, mit Mundartgedichten die einen laut lachen aber auch nachdenken lassen.

Ich habe schon einige Kostproben hören dürfen und bin begeistert. Die CDs, die in wenigen Woche veröffentlicht werden, stehen schon lange auf meiner Einkaufsliste. Auch erste Konzerte in der Steiermark sind schon geplant. Sobald ich nähere Informationen dazu habe, werde ich sie natürlich posten.

Selbst wenn ich politisch in vielen Bereichen überhaupt nicht seiner Meinung bin. Seine Texte faszinieren mich trotzdem.

Ich habe Sigi Inlejnda im Grazer Stadtpark getroffen und mich mit ihm über seine Reise und seine Eindrücke unterhalten. Von Drogenschmugglern in Venezuela war die Rede, von abhängigen Maori in Neuseeland und den Spuren von Fidel in Kuba. Eine Reise die so gar nicht touristisch war. Eigentlich sollte Sigi Inländer seine Reise als Buch dokumentieren. Die Geschichten die er zu erzählen hat, sind äußerst spannend. Wahrscheinlich liegt es an seiner offenen Art. Welcher Tourist würde sich schon in Venezuela trauen, mit “Fischern” auf ein Bier zu gehen oder in Kuba mit Einheimischen kritisch über Fidel Castro zu diskutieren. Deshalb hier mein persönlicher, öffentlicher Aufruf. Sigi! Schreib ein Buch.

Mein Wohnzimmer

Ich habe die letzten paar freien Tage dazu genutzt,  mein altes Wohnzimmer wieder zu entdecken. Durch meine zwei Jobs und den verregneten Sommerbeginn bin ich seit der Winterpause praktisch nicht dazu gekommen vorbei zu schauen.

Die Rede ist vom Stadtpark. Die grüne Lunge von Graz ist der perfekte Ort um so richtig die Seele baumeln zu lassen und zu entspannen. Aber auch als Büro und Lernstube lässt sich der Park verwenden. Das haben auch viele Studenten erkannt und so ist der Altersschnitt im Stadtpark sehr niedrig.

Ob in der prallen Sonne oder im Schatten der vielen Bäume. Der Stadtpark wimmelt nur so von Studenten die sich auf die Prüfungen des Sommersemesters vorbereiten. Auch ich habe den Stadtpark mit einem bestimmten Ziel besucht. Ich wollte mir einen längst fälligen Überblick über das Land Bosnien und Herzegowina machen. Mit einem entsprechenden Buch ausgestattet und einem Sack Orangen zur Verpflegung habe ich mich also ins legendäre Parkhouse gesetzt.In diesem Kaffeehaus tummeln sich nämlich die nach Frischluft hungernden Studenten.

Unterbrochen wurde meine Leselust nur durch die eine oder andere Beobachtung. Am Tisch gegenüber wurde eine Diplomarbeit besprochen, nebenan wurde Karten gespielt und am nächsten Tisch wurde diskutiert ob die Welt noch zu retten ist.

Und genau das ist der Grund warum der Stadtpark einzigartig ist. Egal zu welchen Grund man hat hierher zu kommen, man ist hier richtig.

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