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	<title>Nachrichtenfluss &#187; Menschen</title>
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		<title>Guča: Musikfestival mit nationalistischer Prägung</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 11:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Man kennt das ja aus unseren Breiten. Volkstümliche Folklorefestivals sind geprägt von Trachten und anderer traditioneller Kleidung und haben immer einen starken Bezug zur Volkskultur des jeweiligen Landes. Das ist auch in  Serbien so und doch irgendwie anders. Das Musikfestival in Guča wurde mir von Ivan, einem Serben mit bayrischem Akzent, als Woodstock des Balkans erklärt, nur dass Guča jedes Jahr stattfinden würde. Dem größten Trompetenfestival Europas fehlen jedoch genau jene Werte für die Woodstock eigentlich steht. Die Ideale der 60er Jahre wie Multikulturalität und Love &amp; Peace, vermisst man nämlich hier weitgehend. Zwar gibt es zahlreiche Gäste aus allen Ecken Europas, die nationalistische Prägung der serbischen Kultur, wie auch jeder anderen in der Region, bricht jedoch in der alkohol-geschwängerten Atmosphäre dieses volkstümlichen Festivals vollends durch.</p>
<p>Militärische Kleidung, serbische Fahnen und T-shirts mit dem Konterfei des in Den Haag angeklagten Ratko Mladic prägen das Straßenbild der Kleinstadt. Dazu kommen gerufene Chetnik-Parolen und Gesten wie die drei gespreizten Finger, die auch stolz in die Kamera gezeigt werden. Dabei handelt es sich weder um eine Bierbestellung, noch um den Kühnengruß der Neonazis. Hierzulande handelt es sich um den Gruß der Chetniks, angesichts deren Vergangenheit eine nicht mindere Provokation.</p>
<p>Diese Stimmung trübt für einen Ausländer das Guča-Gefühl der ausgelassenen Party. Als Ausländer macht man entweder bei den Parolen oder Gesten mit oder wird sofort als Nicht-Serbe erkannt. Ein Merkmal das ich gerne in Kauf genommen habe. Denn als Ausländer erkannt, wurde von den betrunkenen Gästen jedes Gespräch sofort auf die politische Ebene gezerrt. Serbien sei das einzige Opfer am Balkan, erklärte man. Der Kosovo sei das Herz Serbiens und man werde ihn nie aufgeben, wurde mir immer wieder versichert. Ein gut zwanzig Jahre alter Mann hat sogar betont, er habe eine AK 47 zuhause und würde gerne in den Kosovo maschieren und das Land zurück holen. Mir fällt dabei die Parole &#8220;heim ins Reich&#8221; ein. Auch der Besuch bei ICMP vor wenigen Tagen wurde mir wieder in Erinnerung gerufen.</p>
<p>Klar, es handelte sich bei diesen Gesprächen um betrunkenes Gewäsch, das man nicht zu ernst nehmen sollte. Im Alkoholrausch rutscht einen schnell einmal ein radikales Wort aus. Die Konsequenz und die ständige Wiederholung der immer gleichen Parolen und Ankündigungen lassen jedoch den Verdacht aufkommen, dass dahinter System stecken könnte. In gewisser Weise liegt nunmal im Wein die Wahrheit. Vielleicht habe ich aber auch unbewusst gerade die radikalsten Strömungen des serbischen Nationalismus ins Gespräch verwickelt. Die Mehrheit der serbischen Bevölkerung mag gar nicht so extrem geprägt sein. Die Geschichte zeigt aber immer wieder, dass gerade die lauteste Minderheit oft jene Gruppe ist, die die Geschicke einer Gesellschaft prägen.</p>
<p>Ignoriert man jedoch die politische Komponente ist das Festival in Guča eine große Party bei der man in die musikalische Kultur des Balkans eintauchen könnte. Nur schade, dass die politische Komponente angesichts der enormen Präsenz nationaler Symbole kaum zu ignorieren ist. Dass die Grenzen zwischen Folklore, Brauchtum und Nationalismus sehr schmal sind, zeigen in Österreich die Sonnwendfeiern, die oft von politischen rechten Rand mißbraucht werden. In Guča ist die Dimension aber eine andere, denn immerhin pilgern laut Wikipedia jedes Jahr 500.000 Menschen zum größten Trompetenfestival Europas.</p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0005.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-673" title="Flagge" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0005-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0351.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-675" title="musiker" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0351-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0029.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-674" title="serbian_tatoo" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0029-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0441.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-677" title="serbian" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0441-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0442.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-678" title="DSC_0442" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0442-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/08/guca-musikfestival-mit-nationalistischer-pragung/' addthis:title='Guča: Musikfestival mit nationalistischer Prägung '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Männlich, zwischen 17 und 21 Jahre alt, in Srebrenica gestorben</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 16:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal braucht es mehr als nur eine Zahl um die Dimension eines Kriegsverbrechen zu erfassen. Nummern, Wikipedia spricht von rund 8.000 Toten, lassen nur schwer begreifen, worum es beim Massaker [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/08/mannlich-zwischen-17-und-21-jahre-alt-in-srebrenica-gestorben/' addthis:title='Männlich, zwischen 17 und 21 Jahre alt, in Srebrenica gestorben '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal braucht es mehr als nur eine Zahl um die Dimension eines Kriegsverbrechen zu erfassen. Nummern, Wikipedia spricht von rund 8.000 Toten, lassen nur schwer begreifen, worum es beim Massaker von Srebrenica wirklich ging.</p>
<p>Der Besuch von ICMP, der International Commission on missing persons, hat mir ein Gefühl gegeben, das ich von meinem  Gedenkdienst von sechs Jahren kannte. Damals sprach ich mit Überlebenden des Holocausts, diesmal traf ich das Skelett eines jungen Mannes.</p>
<p>Er war wahl zwischen 17 und 21 Jahre alt und ist in Srebrenica gestorben. Heute wäre er nur ein paar Jahre älter als ich. Wer er ist, wissen nichteinmal die Experten der ICMP, die mit Hilfe von Blutproben der Verwandten und Knochenproben der Opfer  herauszufinden versuchen, wer dem Massaker zum Opfer gefallen ist. Bei manchen Opfern sind nämlich auch alle männlichen Verwandten gestorben, eine Identifizierung ist dadurch besonder schwer geworden.</p>
<p>Eine weitere Schwierigkeit beim ICMP. Nachdem Satellitenfotos die Massaker dokumentierten, wurden die Massengräber schleunigst geräumt und auf mehrere Zweit- und Drittgräber aufgeteilt. Das machte die Identifizierung nur noch schwieriger, waren doch die Leichenteile der Opfer nun oft auf mehrere Gräber verteilt. Unser unbekanntes Opfer wurde zum Beispiel im gleichen Grab, aber an vier verschiedenen Stellen gefunden.</p>
<p>Grausige Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man das Massaker nicht mehr nur an Zahlen, sondern an einzelnen Schicksalen festhalten kann. Gedanken, die es nicht nur für die Beteiligten auf allen Seiten aufzuarbeiten gilt. Auch die internationale Gemeinschaft hat ihre Lehren aus den Ereignissen im Jahr 1995 zu ziehen. Deshalb sollte sich jeder Politiker, der auch nur im entferntesten mit der Thematik zu tun hat, damit auch auseinandersetzen. Dabei meine ich eine Auseinandersetzung, die über die Nutzung <a href="http://www.bundesheer.at/misc/image_popup/ImageTool.php?strAdresse=/ausle/eufor/galerie/vollbild/_dsc6232.jpg&amp;intSeite=1280&amp;intHoehe=800&amp;intMaxSeite=1280&amp;intMaxHoehe=759&amp;blnFremd=0" target="_blank">billiger Foto-Ops</a> hinausgeht. Eine Auseinandersetzung, die auch unseren Politikern ganz gut tun würde.</p>
<p>Foto: Ingo Suppan</p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0229.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-669" title="DSC_0229" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0229-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/08/mannlich-zwischen-17-und-21-jahre-alt-in-srebrenica-gestorben/' addthis:title='Männlich, zwischen 17 und 21 Jahre alt, in Srebrenica gestorben '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Minister Niebel: Bosnien muss bald auf eigenen Beinen stehen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 12:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei einem Besuch der Srebrenica-Gedenkstätte traf ich Dirk Niebel (FPD), den deutschen Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der im eigenen Land umstrittene Minister stellte sich kurz meinen Fragen und [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/08/minister-niebel-bosnien-muss-bald-auf-eigenen-beinen-stehen/' addthis:title='Minister Niebel: Bosnien muss bald auf eigenen Beinen stehen '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einem Besuch der Srebrenica-Gedenkstätte traf ich Dirk Niebel (FPD), den deutschen Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der im eigenen Land umstrittene Minister stellte sich kurz meinen Fragen und betonte dabei die wichtige Rolle der Bundesrepublik in der Entwicklung Bosniens. Mit 100 Millionen Euro pro Jahr leistet Deutschland dabei vor allem einen Beitrag im Bereich der Energie- und Wasserversorgung. So werde mit deutscher Unterstützung etwa in Mostar der erste Windpark der Region gebaut.</p>
<p>Niebel betont, dass Deutschland auch in Zukunft in Bosnien aktiv bleiben wolle, aber die Mittel wohl reduzieren wird: &#8220;Bosnien muss einmal auf eigenen Beinen stehen können. Das bedeutet auch, dass früher oder später der Hohe Repräsentant Valentin Inzko abberufen werden sollte. Wir werden aber auch in Zukunft in Bosnien aktiv bleiben. Die Mittel werden jedoch längerfristig reduziert werden. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass unsere Arbeit hier erfolgreich ist.&#8221;</p>
<p>Neben politischen Gesprächen besuchte der Minister nicht nur die Gedenkstätte, sondern auch ein Jugendzentrum in Srebrenica. Politische Gespräche führte Niebel bei seiner dreitägigen Reise mit dem Staats-Präsidium und dem Hohen Repräsentanten. Es sei dabei vor allem um eine einheitliche Regierung und eine Staatsbildung in Bosnien gegangen, so Niedel.</p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0136.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-665" title="DSC_0136" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/08/DSC_0136-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/08/minister-niebel-bosnien-muss-bald-auf-eigenen-beinen-stehen/' addthis:title='Minister Niebel: Bosnien muss bald auf eigenen Beinen stehen '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Achmed, das tapfere Schneiderlein</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 10:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick nach Süden]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Schneider gibt es nicht mehr viele in Bosnien, die T-Shirts aus China kosten ja nur zwei Mark*&#8221;, erklärt mir Achmed, mein Schneider in Tuzla und nimmt Maß an mir. Ich lasse mir einen Anzug nähen. Etwas außergewöhnliches, denn wenn, dann würden seine Kunden höchstens noch Änderungen in Auftrag geben. Davon könne er zwar gut leben, aber erfüllend sei diese Aufgabe nicht.  Deshalb freut er sich immer, wenn er wieder einen aufwendigen Anzug schneidern kann. Er ist einer der letzten selbstständigen Schneider in der Stadt und junge Schneider gibt es kaum. Auch in Bosnien stirbt das alte Handwerk aus, denn alle seine Kollegen seien alte Männer, bedauert er. Lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis auch er zu alt wird und die Arbeit aufgeben muss. Zwischen den Sätzen ruft der Mann seiner Frau meine Maße zu, die sie  schnell ins Auftragsheft notiert. Zahlen, die ich, dank Kroatisch-Kurs,  inzwischen sogar verstehe. An Achmeds Augen erkennt man jedoch, dass er stolz auf seinen Beruf ist. So schnell wird er ihn also nicht aufgeben, trotz der billigen T-Shirts aus China und den anspruchslosen Änderungswünschen.</p>
<p>* Zwei Mark sind ein Euro.</p>
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		<title>Sarajevo: Bosnier protestieren weiter vor österreichischer Botschaft</title>
		<link>http://nachrichtenfluss.net/2011/03/sarajevo-bosnier-protestieren-weiter-vor-osterreichischer-botschaft/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 14:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwei Tage nach der Verhaftung von General Jovan Divjak in Wien dauern die antiösterreichischen Proteste in Sarajevo weiter an. Heute haben sich deutlich mehr Demonstranten in Zentrum von Sarajevo eingefunden [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/sarajevo-bosnier-protestieren-weiter-vor-osterreichischer-botschaft/' addthis:title='Sarajevo: Bosnier protestieren weiter vor österreichischer Botschaft '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Tage nach der Verhaftung von General Jovan Divjak in Wien dauern die antiösterreichischen Proteste in Sarajevo weiter an. Heute haben sich deutlich mehr Demonstranten in Zentrum von Sarajevo eingefunden als noch gestern. Auch die Demonstrationsroute hat sich verändert. Wie am Vortag startete man vor der österreichischen Botschaft und marschierte Richtung Präsidentenpalast. Bevor die Demonstration jedoch bei der serbischen Botschaft ankam, stattete die wütende Menge noch dem Parlament und dem Amtssitz des Hohen Repräsentanten Valentin Inzko einen Besuch ab. Die Proteste verliefen ruhig, lediglich einige Schneebälle flogen auf die Polizei als diese wieder den Zugang zur serbischen Botschaft absperrte. Polizeiangaben zufolge nahmen deutlich mehr als 500 Menschen an der Demonstration teil. Sie sangen mehrmals die bosnische Nationalhymne und skandierten vor allem vor der österreichischen Botschaft gegen Österreich.</p>
<p>Vor zwei Tagen wurde General Jovan Divjak, ein ethnischer Serbe, der jedoch im Bosnienkrieg auf der bosnischen Seite kämpfte, in Wien verhaftet. Grundlage für die Verhaftung war ein serbsicher Haftbefehl der über Interpol übermittelt wurde. Die Serben werfen Divjak Kriegsverbrechen vor. Viele Bosnier in Sarajevo sehen das anders und bezeichnen Divjak als Helden. Dementsprechend empört sind sie über seine Verhaftung.</p>
<p>In der österreichischen Regierung dürfte man sich inzwischen Sorgen um die Reputation des Landes in Bosnien machen. Im Außenministerium hofft man, dass sich die Lage bis Montag beruhigt. Dann wird nämlich Außenminister Michael Spindelegger Bosnien besuchen.</p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_00221.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-609" title="DSC_0022" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_00221-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0014-22.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-610" title="DSC_0014-2" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0014-22-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0036.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-612" title="DSC_0036" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0036-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0075.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-613" title="DSC_0075" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0075-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0173.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-615" title="DSC_0173" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0173-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0188.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-616" title="DSC_0188" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0188-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0197.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-617" title="DSC_0197" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0197-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0236.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-618" title="DSC_0236" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0236-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_02401.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-620" title="DSC_0240" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_02401-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/sarajevo-bosnier-protestieren-weiter-vor-osterreichischer-botschaft/' addthis:title='Sarajevo: Bosnier protestieren weiter vor österreichischer Botschaft '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Weitere Proteste vor österreichischer Botschaft</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 10:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick nach Süden]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien]]></category>
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		<category><![CDATA[Proteste]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Während die österreichischen Medien kaum über die antiösterreichischen Proteste in Sarajevo berichten, werden die Demonstrationen vor der geschlossenen österreichischen Botschaft fortgesetzt. Die größte Tageszeitung in Bosnien, Dnevni avaz, berichtet in seiner heutigen Ausgabe auf der Titelseite und vier weiteren Seiten von der Verhaftung von General Divjak und die Proteste vor der österreichischen Botschaft.</p>
<p>Zur Erinnerung: General Jovan Divjak wurde vorgestern am Wiener Flughafen wegen eines internationalen Haftbefehls, ausestellt von Serbien, verhaftet. Divjak gilt in Sarajevo als Kriegsheld, in Serbien wird er für Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht.</p>
<p>Ich war eben an der Österreichischen Botschaft und habe dort obligatorisch geklingelt um auch die österreichische Sicht der Dinge zu erfahren. Da die Botschaft aber erst am Montag wieder aufsperrt, war dieses Anliegen natürlich erfolglos. Die Polizeipräsenz wurde im Vergleich zu gestern deutlich verstärkt. Befand sich gestern um zehn Uhr, also drei Stunden vor Protestbeginn, nur ein Polizist vor der Botschaft, waren es heute um die selbe Uhrzeit bereits zehn. Weitere Polizistengruppen fand ich wenige Häuser weiter wartend.</p>
<p>Vielleicht werden durch das Wochenende heute mehr Demonstranten zur österreichischen Botschaft pilgern.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/weitere-proteste-vor-osterreichischer-botschaft/' addthis:title='Weitere Proteste vor österreichischer Botschaft '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>Polizist: &#8220;Diese Verhaftung ist doch nur politisch&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 15:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Demonstration traf ich zufällig Polizisten die zuvor die Demonstranten begleitet haben. Bei einem schnellen Kaffee beginnen die Polizisten mit mir über die Demonstration zu diskutieren. &#8220;Diese Verhaftung ist [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/diese-verhaftung-ist-doch-nur-politisch/' addthis:title='Polizist: &#8220;Diese Verhaftung ist doch nur politisch&#8221; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Demonstration traf ich zufällig Polizisten die zuvor die Demonstranten begleitet haben. Bei einem schnellen Kaffee beginnen die Polizisten mit mir über die Demonstration zu diskutieren. &#8220;Diese Verhaftung ist doch nur politisch,&#8221; erklärt einer und will nicht verstehen, warum General Divjak verhaftet wurde. Es würde ohnehin nicht um Verbrechen gehen, sondern nur um eine politische Botschaft, kritisiert er.</p>
<p>Auf meine Bemerkung, dass wenn er tatsächlich Kriegsverbrechen begangen hat, dies verfolgt werden müsse, wiegelt der Polizist ab. Er glaube nicht, dass Divjak Kriegsverbrechen begangen haben. Er habe nur die reguläre Armee bekämpft.</p>
<p>Was stimmt kann ich aus meiner Position natürlich nicht feststellen. Klar ist jedoch, Divjak scheint auch unter den Polizeikräften Sympathisanten zu haben.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/diese-verhaftung-ist-doch-nur-politisch/' addthis:title='Polizist: &#8220;Diese Verhaftung ist doch nur politisch&#8221; '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>In Sarajevo wird gegen Österreich demonstriert</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 14:09:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie angekündigt habe ich auf der Demonstration gegen die Verhaftung von Jovan Divjak fotografiert und auch einen kleinen (verwackelten) Videoclip gedreht. Es waren etwa 300 Demonstranten die sich vor der [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/in-sarajevo-wird-gegen-osterreich-demonstriert/' addthis:title='In Sarajevo wird gegen Österreich demonstriert '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie angekündigt habe ich auf der Demonstration gegen die Verhaftung von Jovan Divjak fotografiert und auch einen kleinen (verwackelten) Videoclip gedreht. Es waren etwa 300 Demonstranten die sich vor der Österreichischen Botschaft versammelt haben um danach zum wenige Meter entfernten Amtsitz der bosnischen Präsidenten zu marschieren. Ein Marsch zur serbischen Botschaft wurde von der Polizei verhindert. Das Medieninteresse war enorm, ich habe mindestens fünf Fernsehteams und unzählige Redio, Print und Fotojournalisten gesehen.</p>
<p>Österreich ist für Bosnien ein wichtiges Land. Immerhin kommt der mächtigste Politiker, Valentin Inzko, und ein Viertel der bosnischen Auslandsinvestitionen aus Österreich. Die Proteste verliefen weitgehend friedlich. Nur als die Polizei den Zugang zur serbischen Botschaft versperrte gabe es einige, teils heftige Wortgefechte.</p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0290.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-582" title="DSC_0290" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0290-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a> <a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0281.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-584" title="DSC_0281" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0281-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_02631.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-586" title="DSC_0263" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_02631-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0254.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-587" title="DSC_0254" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0254-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0100.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-588" title="DSC_0100" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0100-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0162.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-578" title="DSC_0162" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0162-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p><a href="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0287.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-583" title="DSC_0287" src="http://nachrichtenfluss.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/DSC_0287-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/in-sarajevo-wird-gegen-osterreich-demonstriert/' addthis:title='In Sarajevo wird gegen Österreich demonstriert '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>General Jovan Divjak in Wien verhaftet</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 11:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern Abend wurde am Wiener Flughafen der bosnische General Jovan Divjak verhaftet. Er war im Bosnienkrieg der einzige serbische General der bosnischen Armee und dabei für die Verteidigung Sarajevos verantwortlich. [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/general-jovan-divjak-in-wien-verhaftet/' addthis:title='General Jovan Divjak in Wien verhaftet '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend wurde am Wiener Flughafen der bosnische General Jovan Divjak verhaftet. Er war im Bosnienkrieg der einzige serbische General der bosnischen Armee und dabei für die Verteidigung Sarajevos verantwortlich. Die serbische Regierung macht ihn für Kriegsverbrechen verantwortlich und hat dementsprechend einen internationalen Haftbefehl ausgestellt.</p>
<p>Da Divjak in Sarajevo sehr beliebt ist, wurde schon gestern Nacht vor der österreichischen Botschaft in Sarajevo gegen die Verhaftung demonstriert. Für heute, 13 Uhr, ist eine weitere Demonstration angesetzt. Ich befinde mich derzeit in einem Kaffeehaus zwei Gehminuten von der österreichischen Botschaft entfernt und werde mir die Demo wohl ansehen.</p>
<p>Wirklich beeindrucken wird die Demonstration die österreichischen Diplomaten wahrscheinlich nicht. Die österreichische Botschaft ist freitags nämlich geschlossen, wie mir der einsame Polizist am Eingang der kleinen Villa versichert. Da ich so niemanden aus der österreichischen Botschaft erreichen konnte, kann ich leider auch nicht über die österreichische Sicht der Dinge berichten.</p>
<p>Dnevni Avaz, die größte Tageszeitung des Landes hat die Verhaftung auf der Titelseite und schreibt in der Schlagzeile: &#8220;General Devjak verhaftet &#8211; Öffentliche Proteste: Neuer Terror aus Serbien&#8221; Man muss aber festhalten, dass Dnevni Avaz als pro bosniakische Zeitung gilt deren Marktanteil in der Republika Srbska sehr gering ist und in der Föderation mehr als 60 Prozent beträgt.</p>
<p>Dnevi Avaz kritisiert auf jeden Fall, dass die österreichischen Behörden die bosnische Botschaft in Wien nicht über die Verhaftung informiert haben. Drazen Maloca, der stellvertretende Handelsdelegierte der österreichischen Wirtschaftskammer in Bosnien und Herzegowina, erklärte mir, dass Divjak in Sarajevo sehr beliebt sei. Er hat mich erst auf die Verhaftung hingewiesen. Außerdem beschuldigt die Zeitung Serbien der Geschichtsfälschung und dass sich das Land als regionalen Polizisten aufspielt.</p>
<p>Die Meldung über die Verhaftung in der Zeitung Glas Srbske aus Banja Luka fällt deutlich kürzer aus. Sie schreibt, dass Divjak für einen Angriff auf abziehende JVA-Einheiten in Sarajevo am 2. Mai 1992 verantwortlich ist. Generell fallen die Meldungen serbischer Zeitungen zu diesem Thema eher kurz aus.</p>
<p>Ob Jovan Divjak wirklich ein Kriegsverbrecher ist, müssen die Gerichte feststellen. Als Außenstehender, der die Sprache noch nicht versteht, kann ich mir natürlich noch kein Urteil bilden. Österreichische Stellen und Meinungen von Hohen Repräsentanten, der österreichischen Botschaft bis hin zur Eufor konnte ich leider nicht erreichen und einholen.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/general-jovan-divjak-in-wien-verhaftet/' addthis:title='General Jovan Divjak in Wien verhaftet '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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		<title>300 km Luftlinie in eine andere Welt</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2011 21:55:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumayr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick nach Süden]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien]]></category>

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		<description><![CDATA[So sehr ist mir das eigentlich noch nie bewusst gewesen. Klar, ich wusste schon, dass es in Bosnien viele arme Menschen gibt. Aber weniger als ein Euro am Tag? Das [...]<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/300-km-luftlinie-in-eine-andere-welt/' addthis:title='300 km Luftlinie in eine andere Welt '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So sehr ist mir das eigentlich noch nie bewusst gewesen. Klar, ich wusste schon, dass es in Bosnien viele arme Menschen gibt. Aber weniger als ein Euro am Tag? Das hört man doch nur aus Afrika. Die Sozialhilfe in Bosnien, das letzte soziale Auffangnetz für jene die nichteinmal die Mindestrente bekommen, beträgt aber gerade einmal 40 Mark im Monat. Das sind nur 20 Euro. Wenn man da keine Verwandten hat, die einen unterstützen, dann ist das das einzige Einkommen. Von einer Krankenversicherung brauchen wir hier gar nicht reden.</p>
<p>Heute habe ich die Hauskrankenpflege der Caritas Banja Luka besucht. Viele der von der Caritas betreuten Menschen leben in verusten Einzimmerhäusern. Mit Holz beheizt, ohne vernünftigen Kamin. Die Kohlenmonoxidwerte in diesen Räumen will ich gar nicht wissen. Das Bild zeigt die Nikolas Frau. Sie war gerade beim Brotbacken, als wir zu Besuch kamen. Sie sieht auf dem Foto nicht traurig aus, sondern zeigt mir vielmehr stolz das selbstgebackene Brot.</p>
<p>Das war ein beeindruckender Tag, die Details will ich euch aber noch nicht verraten. Ich muss ja auch eine Geschichte schreiben. Soviel sei gesagt: In Österreich geht es uns wirklich gut. Banja Luka ist nicht einmal 300 km Luftlinie von Graz entfernt und schon ist man in einer Welt die sich der gemeine Österreicher wohl kaum vorstellen kann. Es wundert mich nicht, dass auch Mario, ein 23-jähriger Jus-Student den ich gestern kennengelernt habe, die erste Gelegenheit nutzen würde um auszuwandern. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<div class="addthis_toolbox addthis_default_style " addthis:url='http://nachrichtenfluss.net/2011/03/300-km-luftlinie-in-eine-andere-welt/' addthis:title='300 km Luftlinie in eine andere Welt '  ><a class="addthis_button_facebook_like" fb:like:layout="button_count"></a><a class="addthis_button_tweet"></a><a class="addthis_button_google_plusone" g:plusone:size="medium"></a><a class="addthis_counter addthis_pill_style"></a></div>]]></content:encoded>
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