Whisky aus Schottland

Die Arran Destillery.

Die Arran Destillery.

Wir haben natürlich nicht nur ein Weingut bei meiner Reise in den Norden besucht. Schottland ohne Whisky, das wäre wie die Südsteiermark ohne Wein. Deshalb führte kein Weg daran vorbei auch Destillerien zu besuchen.

Als ich vergangene Woche von meinem Besuch bei einem nordenglischen Weingut berichtet habe, wusste ich, dass ich eher ein exotisches Element gefunden habe. Ich wurde darauf angesprochen, warum ich denn nicht über den guten schottischen Whisky schreibe. Das will ich heute nachholen, denn beim Schottland-Urlaub gehört der eine oder andere Besuch einer Destillerie nun einmal dazu.

Johanna und ich haben zwei Destillerien besucht. Unsere erste Station war die Arran Destillery, eine relativ kleine Brennerei (1.000.000 Liter Whisky pro Jahr) auf der kleinen Isle Arran. Das besondere dort war, dass es die Destillerie erst seit 1995 gibt. Das führte dazu, dass die Führung sehr persönlich war. Man konnte jede Menge Fragen stellen und auch das Fotografieren war überhaupt kein Problem.

Bei der Arran Destillery war fotografieren kein Problem.

Bei der Arran Destillery war fotografieren kein Problem.

Anders bei unserer zweiten Station, der Talisker Destillery auf der Isle of Skye. Drei mal so groß wie die Arran Destillery merkt man schnell, bei Talisker läuft der Hase anders. Das Visitors Center ist groß und viel professioneller als auf Arran. Dafür sind die Gruppen für die Führungen größer. Fotografieren darf man in den Produktionsanlagen auch nicht. Dadurch wurde die Führung etwas unpersönlich. Was mich auch enttäuscht hat, war, dass ein Großteil der Produktion aus Platzgründen auf dem Festland stattfindet. Man merkt einfach, dass hinter Talisker ein großer Konzern steckt. Kein Wunder also, dass ein Teil des Whiskys auch in den großen Marken wie Johnny Walker verschwindet. Zwar produziert auch der Arran Destillery einen Blended Whisky, aber dadurch, dass die Arran Destillery unabhängig ist, wird man wohl diesen Whisky nicht mit den großen Marken verschneiden.

Zu Besuch bei Talisker.

Zu Besuch bei Talisker.

Arran und Talisker
Nichts desto trotz, die beiden Single Malts die ich probiert habe waren ausgezeichnet. So gut, dass ich sogar den Fehler gemacht habe direkt bei der Destillerie eine Flasche zu kaufen. Fehler deshalb, weil ich gemerkt habe, dass schottischer Whisky in Schottland deutlich teurer ist als in Österreich. Ich hätte mir also den Stress, den ich mit dem Gepäck und den Fluglinien hatte, sparen können. Trotzdem, ich habe den Whisky gern gekauft. Immerhin sind die Flaschen eine Erinnung an eine tolle Zeit in Schott land. Zum Whisky selbst: Der zehnjährige Arran Whisky war dabei deutlich milder als der zehn-jährige Talisker, der mir fast zu rauchig war.

Whisky ist übrigens ein nicht unbeträchtlicher Wirtschaftsfaktor in Schottland. Ein Großteil der Produktion wird exportiert und macht, nach dem Erdöl und Erdgas, wohl den wichtigsten Exportposten des vielleicht bald unabhängigen Landes aus.

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One Response to Whisky aus Schottland

  1. Roman Vilgut says:

    Ich kaufe bei Whiskey-World. Bin ein großer Freund der Islay-Whiskey. Aber die Lowlands schmecken mir fast noch besser…

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