Die olympischen Reste von Sarajevo

Trotz aller Zerstörung. Die Olympischen Spiele sind in Sarajevo immer noch präsent.

Trotz aller Zerstörung. Die Olympischen Spiele sind in Sarajevo immer noch präsent.

Die olympischen Wettkampfstätten sind jedoch weitgehend zerstört und wurden teilweise im Krieg militärisch genutzt.

Die olympischen Wettkampfstätten sind jedoch weitgehend zerstört und wurden teilweise im Krieg militärisch genutzt. 

Besonders vom Sarajevoer Hausberg Trebevic aus wurde, wegen der guten Aussicht, auf die Stadt geschossen.

Besonders vom Sarajevoer Hausberg Trebevic aus wurde, wegen der guten Aussicht, auf die Stadt geschossen.

Einzelne Schlüsselgebäude sind von dort aus gut zu sehen. Etwa hier das alte Rathaus.

Einzelne Schlüsselgebäude sind von dort aus gut zu sehen. Etwa hier das alte Rathaus.

Deshalb wurde das zerstörte Restaurant auch als Befehlsstand genutzt.

Deshalb wurde das zerstörte Restaurant auch als Befehlsstand genutzt.

Die Aussicht des Gastgartens ist einfach hinreißend.

Die Aussicht des Gastgartens ist einfach hinreißend. 

Auch nach dem Krieg wurde der Berg militärisch genutzt. Hier stand eine Abhörstation der Amerikaner.

Auch nach dem Krieg wurde der Berg militärisch genutzt. Hier stand eine Abhörstation der Amerikaner.

Die olympischen Stätten von Sarajevo sind dem Verfall preisgegeben. Vor allem der Krieg hat sie endgültig zerstört. Hier das Beispiel der Bob- und Rodelbahn am Trebevic. 

Eigentlich hatte ich geplant, dass ich die Langversion eines Interviews mit Benedikt Harzl vom Osteuropainstitut der Uni Graz im Blog veröffentliche. Leider verzögert sich das um ein paar Tage. So wie es aussieht werde ich es wohl erst am Montag veröffentlichen können. Ursprünglich habe ich das Interview für die “Steirische Wirtschaft” geführt. Etwas müsst ihr euch also dafür noch gedulden. Da ich aber ein gewissenhafter Ironblogger sein will, werde ich zu einem anderen Thema etwas zum besten geben.

Die Olympischen Spiele sind vorbei und in der vergangenen Woche hat Marco Schreuder auf Facebook ein paar Bilder von den zerstörten Olympia-Anlagen in Sarajevo gepostet. Es waren sehr beeindruckende Bilder, die mich an meine Zeit in Sarajevo erinnert haben. Natürlich sind die Olympischen Spiele von Sarajevo in der bosnischen Hauptstadt noch immer allgegenwärtig.Immerhin war es das einzige friedliche Ereignis, das mir spontan einfällt, das Sarajevo weltbekannt gemacht hat. Die anderen Beiden Ereignisse, das Attentat und die Belagerung können das ja nicht von sich behaupten. Und so kommt es, dass durch das andere, das gewalttätige Ereignis, die Olympischen Sportstätten, nicht nur zerstört, sondern auch geschändet wurden.

Schlüsselstellung bei Belagerung
Am besten zeigt sich das am Sarajevoer Hausberg Trebevic. Dort befindet sich die einzige Sportanlage, die ich auch persönlich besucht habe. Die Bob- und Rodelbahn der olympischen Spiele ist nämlich der einzige Pfad um sicher auf den Berg hinauf zu kommen. Nach wie vor werden dort nämlich viele Minen vermutet und die betonierte Strecke der Bobbahn ist davor sicher. Deshalb wurde sie wohl auch von bosnisch-serbsichen Einheiten bei der Belagerung Sarajevos als Stellung verwendet. Dementsprechend ist heute der Zustand. Oben angekommen findet man ein zerstörtes Restaurant, bei dem auch Siegerehrungen stattgefunden haben. Im Krieg wurde das Gebäude als Kommandostelle für die Belagerung verwendet, wohl auch, weil man hier einen perfekten Blick über die Stadt hat. Nicht nur wunderschön, sondern auch perfekt um sie zu beschießen.

Amerikanische Abhörstation
Es gibt aber auch noch andere betonierte Flächen am Trebevic. Etwa eine Stelle wo kurz nach dem Krieg eine amerikanische Abhörstation errichtet wurde. Von dort aus wurde zum Beispiel der serbische Funkverkehr während des Kosovokrieges überwacht. Die Amerikaner sind natürlich schon längst abgezogen, die Betonfläche ist geblieben.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Die Seilbahn zum Tebevic soll wieder aufgebaut werden. Direkt vom Stadtzentrum kommt man dann in wenigen Minuten auf den Berg. Möglich ist das, weil die Schweiz eine ausrangierte Seilbahn gespendet hat. Sie liegt in Einzelteilen verpackt im Camp Butmir, dem Hauptquartier der EUFOR, der europäischen Soldaten, in Sarajevo. Die Stadt will nun einen Kredit über drei Millionen Euro Aufnehmen. Der erste von 17 Masten soll im Frühjahr 2015 stehen. Bis dahin dauert es aber noch eine Weile.

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