Ein Laie trinkt Bier – Augustiner Weißbier

Das Augustiner Weißbier. Eingeschenkt und noch mit schöner Schaumkrone.

Als frischgebackener Ironblogger habe ich mir überlegt worüber ich meinen ersten Blogeintrag schreiben will. Obwohl ich ja einen „Kraut und Rüben Blog“ betreibe, wollte ich ein wenig Struktur reinbringen. Doch bei den Ironblogger nimmt Bier eine besondere Rolle ein. Mein erster Post soll sich also um Bier drehen. Deshalb habe ich eine neue Rubrik gestartet. Sie nennt sich „Ein Laie trinkt Bier“ und darin werde ich hin und wieder Biere verkosten. Ganz entspannt, nicht besonders objektiv und eben so wie ein Laie Bier trinken würde. Damit will ich

sagen, dass ich keine biertechnische Ausbildung habe. Eine Expertenmeinung darf man sich hier also nicht erwarten. Und weil ich das bin, was man in Salzburg einen „Biersieder“ nennt, habe ich auch einen eigenen Biersiedertest eingeführt. Ein „Biersieder“ ist jemand, der sein Bier so langsam trinkt, dass sein Bier regelmäßig warm wird. Das passiert mir regelmäßig und deshalb bin ich der Meinung, Bier muss auch warm schmecken. Wie mein Biersiedertest aussieht findet ihr hier.

Biername: Augustiner Weißbier
Herkunftsland: Deutschland
Hersteller: Augustiner Brauerei München
Bierart: Weißbier
Alkoholgehalt: 5,4 Prozent vol.
Verschlussart: klassische Kronkorken
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Getestete Flaschengröße: 0,5 Liter

Weißbier ist etwas besonderes und das Augustiner-Weißbier spielt in meiner Biergeschichte eine ganz besondere Rolle. Ich bin in unmittelbarer Nähe zur deutsch/österreichischen Grenze aufgewachsen. Das bedeutet, dass ich schon als Jugendlicher bayrische Bierkultur kennen lernen durfte. Das Augustiner Weißbier darf sich „Münchner Bier“ nennen. Eine geschützte geografische Bezeichnung die in einer Reihe mit Champagner, Parmesan und dem steirischen Kernöl steht. Hinzu kommt eine kleine emotionale Bindung. Als ich für das Studium nach Graz gezogen bin, habe ich mit Entsetzen festgestellt, dass die große Auswahl bayrischer Biere, die ich in Salzburger Supermärkten gewohnt war, in Graz nicht zur Verfügung stand. Deshalb habe ich immer, wenn ich mit dem Auto von Salzburg nach Graz gefahren bin, eine Kiste Augustiner Weißbier „importiert“. Deshalb muss ich dazu sagen, dass mein erste Biertest wohl nicht besonders objektiv sein wird.

Nun aber zum Bier: Beginnen wir mit der Farbe. Ich trinke diesmal ein helle Weibier und dementsprechend dunkelgelb fast bernstein ist die Farbe. Wichtig ist, Weißbier ist trüb, das ist Absicht und deshalb natürlich nicht zu kritisieren. Wer würde schon ein klares Weißbier trinken wollen. Der Schaum ist feinporig, fällt mir für meinen Geschmack aber diesmal etwas zu schnell zusammen. Das kann aber auch an meinem Glas liegen, obwohl ich es vor dem Test gründlich ausgespült habe. Wäre das Problem mit dem Schaum nicht, wäre der optische Gesamteindruck perfekt. Was mir am Augustiner Weißbier schon immer gefallen hat ist der süffige Geschmack. Der Kohlensäuregehalt ist nicht zu hoch, die Gefahr aufstoßen zu müssen ist relativ niedrig. Trotzdem prickelt das Bier schön auf der Zunge, wobei das Prickeln auch im Abgang gut zu spüren ist. Das Augustiner Weißbier bietet klassischen Weißbiergeschmack, so wie man es aus einem bayrischen Biergarten kennt. Im Gaumen bleibt an sanfter hefiger Nachgeschmack, genau so wie es bei einem Weißbier sein soll. Man liest immer wieder, dass Weißbier nach Banane schmeckt. Auch russische Austauschstudentinnen, denen ich Augustiner Weißbier einmal gegeben habe, haben die Banane geschmeckt. Ich hab bei meinem Test die Banane aber vergeblich gesucht. Das tut dem guten Weißbiergeschmack keinen Abbruch und das ist gut so. Einfach ein tolles Weißbier.

Augustiner Weißbier vor dem Biersieder-Test. Das Bier wurde eine halbe Stunde stehen gelassen.

Der Biersieder-Test
Nachdem ich das Augustiner-Weißbier eine halbe Stunde stehen gelassen habe, habe ich den letzten Schluck aus dem Glas genommen. Das Bier ist warm und genau so soll es sein. Die Kohlensäure und damit die Spritzigkeit ist wie geplant verschwunden. Geschmacklich hat das Weißbier aber nicht besonders abgebaut. Es schmeckt milder und gleitet sanft über die Zunge. Intensiver ist die Hefenote geworden. Was zum

Ausgetrunken. Der traurigste Anblick eines Bierglases.

Glück nach wie vor fehlt ist der bittere Geschmack. Oft werden warme Biere ungewollt bitter, ein Geschmack der kalt serviert manchmal noch kaschiert werden kann.

Das Etikett
Das Etikett des Augustiner Weißbieres ist ein in klassischer alter Schrift gehaltenes Etikett mit silbernen Hintergrund und blauer Aufschrift. Alles notwendige ist in der Frontpartie des Etiketts verpackt. Deshalb wird auch ein Rückenetikett verzichtet. Interessant ist auch das Flaschendesign. Es hält sich nicht an die aktuell gebräuchlichen Systemflaschen, sondern bedient sich dem alten Flaschendesign, das eigentlich schon in den 90er Jahren verdrängt wurde. Man könnte fast nostalgisch werden.

Gesamteindruck
Der Gesamteindruck beim Augustiner Weißbier kann sich sehen lassen. Geschmacklich ist es genau so wie man es sich ein bayrisches Weißbier vorstellt. Auch optisch macht das das Bier etwas her, sieht man vom schnell zusammengefallenen Schaum ab.

Mein Fazit: Trinkempfehlung

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