… dann kam der Blog.

Wer schon einmal gebloggt hat weiß, dass gerade die Motivation ein besonders heikles Thema ist. Wie schafft man es langfristig die Motivation fürs Bloggen aufrecht zu erhalten. Bier ist da ein guter Lösungsansatz finde ich. Beim Castlecamp habe ich das Konzept der Ironblogger kennengelernt und wie angekündigt will ich mich mit einem eigenen Blogpost dieser Idee widmen.

Das Thema ist wahrscheinlich das schwierigste Thema unter Blogger. Die Motivation tatsächlich regelmäßig zu bloggen. Nur durch Regelmäßigkeit kann ein Blog erfolgreich sein, nur so trenn sich die Spreu vom Weizen. Zumindest geht es mir so. Bei meinem privaten Blog habe ich oft Motivationsschübe die danach von langen Pausen begleitet sind. Derzeit habe ich so einen Motivationsschub und den will ich ausnützen und diesmal hoffentlich langfristig pflegen.

Also… Wie oft sollte man bloggen? Meinen Kunden empfehle ich eigentlich mindestens zwei Mal in der Woche einen Artikel online zu stellen. Das klingt jetzt nach nicht besonders viel, ist es aber. Denn jeder Blogpost ist, vergleichbar mit einem Artikel in einem klassischen Medium, sehr viel Arbeit. Recherche und die tatsächliche Schreibarbeit können dabei schon in die Stunden gehen. Ein Blogpost geht nicht (immer) so einfach von der Hand. Das merkt man spätestens, wenn man, vielleicht mangels Druck, immer unregelmäßiger und im schlimmsten Fall gar nicht mehr schreibt.

So ist es auch mir gegangen. Mein privater Blog hat massiv gelitten. Wohl auch weil ich ohnehin beruflich viel schreibe und Freizeit nicht auch noch schreibend verbringen wollte. Ein Fehler, denn gerade für mich ist der Blog eine Visitenkarte, die regelmäßig gepflegt werden will.

Ironblogger
Beim Castlecamp in Kaprun bin ich aber auf eine Möglichkeit gestoßen, wie man sich diese Regelmäßigkeit anerziehen kann. Ich muss zugeben, Druck ist nicht immer die eleganteste Möglichkeit. Aber wahrscheinlich ist ordentlicher und in geringem Ausmaß auch finanzieller Druck die wirkungsvollste Möglichkeit sich etwas anzutrainieren. Deshalb hat mir die Idee der „Ironblogger“ sehr gut gefallen.

Das Prinzip ist einfach. Mitglieder einer Ironblogger-Gruppe verpflichten sich regelmäßig, nämlich einmal pro Woche, zu bloggen. Wer nicht bloggt zahlt in eine Strafkasse. Dieses System ist nicht neu. Es gibt jede Menge Kassen fürs Fluchen, dafür dass man das Geschirr nicht wegräumt oder fürs zu spät kommen. Umgesetzt auf ein virtuelles Thema wie das Bloggen habe ich dieses System aber noch nicht. Bei den Ironbloggern, ich mag übrigens den Namen weil er so martialisch an den Ironman erinnert, hat sich ein wöchentlicher Strafbetrag von fünf Euro etabliert. Das Geld das dabei zusammenkommt wird einmal im Jahr in der Gruppe versoffen. Erfasst wird das ganze vollautomatisch. Das heißt schummeln ist nicht möglich.

Bier und Bloggen. Das klingt nach einem Erfolgsrezept und so haben sich schon in einigen deutschen Stadten wie Hamburg, Berlin, München oder Stuttgart solche Ironblogger zusammengefunden.

Ironblogger Graz
Wäre das nicht eine Idee für Graz? Ich glaube, dass man sich irgendwie lokal beschränken muss, denn sonst tut man sich schwer einen passenden Termin für die Aufarbeitung der gesammelten Strafen zu finden. Außerdem: Eine solche Ironblogger-Gruppe würde auch einen idealen Überblick über die Blogger-Szene in Graz bieten. Ich habe auch mit Achim Meurer und Monika Meurer über dieses Thema gesprochen. Einen konkreten Plan gibt es nicht, aber die Idee an sich würde mir schon sehr gut gefallen. Die Infrastruktur gäbe auf einer entsprechenden Koodinationasseite. Einer Ironblogger-Gruppe in Graz würde also nichts im Weg stehen. Ein tolles Konzept und wie der Spiegel so schön schreibt: “Blog und Bier, das lob ich mir.”

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