Am Anfang stand das Camp…

Mein erstes Castlecamp war im Grunde eine tolle Erfahrung. Steigerungsmöglichkeiten gibt es aber immer. Für mich war das Castlecamp ein innerer Motivationsschub endlich wieder mehr zu schreiben. Sei es auf Twitter oder im Blog. Facebook allein ist nicht Social Media. Allein deshalb war das Castlecamp für mich ein voller Erfolg.

Dieses Wochenende habe ich es endlich wieder einmal zu einem Barcamp geschafft. In Kaprun ging das Castlecamp über die Bühne. Seit Jahren nehme ich es mir vor und immer ist etwas dazwischen gekommen. Heuer hatte ich aber endlich einen guten Grund. Immerhin liegt es für mich nahe als Weinstraßenblogger zu einem Touristiker-Barcamp zu fahren.

Als Castlecamp-Neuling habe ich natürlich keine Vergleichswerte, aber das Camp war sehr straff und gut organisiert. Die Sessions haben sich nicht immer mit meiner beruflichen Tätigkeit überschnitten, aber das war im Grunde zu erwarten. Für mich spannend waren die Content Sessions und vor allem die Open Air Session zum Thema „Ironblogger“. Eine Idee die ich hier gesondert besprechen möchte. Die Sessions haben dazu geführt, dass ich mir wieder mehr Blog und Twitter Aktivität verordnet habe. Ähnlich wie bei klassischen Konferenzen ist aber für mich das Rundherum viel wichtiger als das eigentliche Programm. Konferenzen, selbst wenn es „Un-Konferenzen“ wie ein Barcamp, sind vor allem ein sehr guter Grund sich branchengerecht zu treffen.

No Social Media und Session-Versprechen
Soweit so gut. Wo Eaglepowder recht hat war, dass die Socialmedia-Aktivität mehr als mau war. Bei der Feedbackrunde wurde das besprochen und wir haben festgestellt, dass das nicht unbedingt nur auf das Castlecamp zutreffen. Generell werden Barcamps immer dünner, wenn es zum Beispiel um Twitteraktivitäten geht. Diese xing und linkedin Affinität mancher Teilnehmer hat mich auch überrascht. Ich habe diese Plattformen bisher für eher tot gehalten. Vielleicht sollte ich mich da doch wieder mehr umsehen. Wie man Social Media wieder fördern könnte wäre eine Reaktivierung der Twitterwall und auch eine Instagram-Wall. Das muss nicht im Sessionraum sein aber vielleicht im großen Aufenthaltsraum. Wenn Posts gleich greifbar sind, dann fördert das auch den Diskurs auf der digitalen Ebene. Man könnte ja auch gleich diese tollen Monitoring-Tools, die ja vorgestellt wurden, präsentieren und in Action sehen. Solche Punkte haben für mich bisher immer ein Barcamp ausgemacht. Mehr Aktivität im Social Media Bereich würde auch dazu führen, dass das Castlecamp nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Diesen Eindruck hatte ich nämlich phasenweise.

Für das nächste Castlecamp habe ich mir vorgenommen eine Session zu halten. Wahrscheinlich sollte sie in Richtung Storytelling gehen, denn dieser Punkt war eindeutig unterrepräsentiert. Falls Rainer den Post liest: You can quote me on that. Es braucht mehr von diesen Sessions, denn Content ist für mich noch immer King.

Castlecamp basic könnte Neulinge anlocken
Bisher hatte ich nur Grazer Barcamperfahrungen und mir war bisher nie bewusst wie stark der Camptourismus dort war. Damit meine ich Teilnehmer die für ein oder zwei Sessions kommen und sonst am Barcamp nicht teilnehmen. Das gab es in Kaprun nicht und das war gut so, Networking war dadurch einfacher und die Sessions waren durchwegs gut besucht. Der Veranstaltungsort, die Burg Kaprun, war abgelegen genug, dass die Leute nicht kommen und gehen. Ein so altes Gebäude hat aber auch Nachteile. Steckdosen sind zum Beispiel so ein Punkt. Hier wäre es doch toll eine Ladestation (im Grunde eine Steckerleiste) zu etablieren. Auch was WLAN betrifft braucht das Camp Verbesserungen. Das sind alles Punkte die in der Feedbackrunde schon besprochen wurden. Was im Umfeld besprochen wurde war außerdem eine Art Einsteiger Sideevent. Mein Vorschlag diesbezüglich: Ich würde das Castlecamp auf zwei Camps, die parallel stattfinden, aufsplitten: In ein Castlecamp basic und das Castlecamp meinetwegen. Gerne würde ich hierzu meinen Input liefern. Das Basiscamp würde das Castlecamp thematisch verbreitern und auch für Einsteiger und eben auch Hoteliers, die weit von diesem Neulandthema entfernt sind, interessanter machen. Denn Familientreffen schön und gut. Nein nicht gut, wirklich toll. Aber wir müssen aufpassen, dass daraus kein elitärer Zirkel entsteht, der für Neulinge nicht erschließbar ist. Das würde meiner Meinung nach dem Barcampgedanken widersprechen.

Fazit:
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Castlecamp ein Must have in der touristischen Internetszene ist. Zumindest hatte ich den Eindruck. Steigerungsmöglichkeiten gibt es immer und im Grunde liegt es an uns Teilnehmern eben diese Qualität und Themenstreuung weiter zu verbessern. Wie gesagt, Session, Session, Session. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf 2014.

 

Nachsatz: Betrachtet diesen Blog als wiederbelebt. Allein schon deshalb sollte ich den Organisatoren des Castlecamp danken.

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