Montenegro: Zu Besuch im kleinen Venedig

Wer Kroatien wegen seiner schönen Küste als europäische Karibik bezeichnet wird die Bucht von Kotor in Montenegro lieben. Eng wie ein Fjord erstreckt sich die Bucht einen Katzensprung von der südlichsten Spitze Kroatiens ins Festland Montenegros hinein. Die Bucht erscheint dem Betrachter fast als See und ist ebenso geschützt. Ein Traum für Segler die nicht unbedingt die stetige Wellenbewegung des offenen Meeres brauchen.

Entlang der Bucht reihen sich, einer Perlenkette gleich, kleine Ortschaften und Städte die jede für sich ein traumhaftes Juwel sind. Ein besonders Schmuckkästchen ist dabei die kleine verschlafene Stadt Perast.

Von der Hauptstraße geschickt umfahren und damit kaum auszumachen, liegt Perast direkt an der Hafenmauer an der sich früher zahlreiche Handelschiffe das Stelldichein gegeben haben. Heute leben in Perast nur noch ein paar Hundert Menschen. Bei der Hinfahrt fast übersehen, haben wir uns entschlossen bei der Rückreise in Perast einen ausgedehnten Boxenstopp einzulegen. Gelandet sind wir auf der Terasse des Hotel Conte, wo wir mit Blick auf die Bucht einen gemütlichen Espresso getrunken haben. (zur Info: ein Euro, den Cappuccino gab es um 1,50)

Der anschließende Spaziergang durch den Ort war kurz aber wunderschön. Perast hat sich uns dabei als kleines Venedig präsentiert, nur dass es mit dem Auto erreichbar war. Der Einfluss der italienischen Lagunenstadt war aber auf jeden Fall zu spüren, obwohl der wohl exklusivste Basketballplatz Montenegros direkt an der Bucht das Ortsbild etwas gestört hat.

Perast ist definitiv ein Grund wieder nach Montenegro zu kommen. Eine positive Überraschung, nachdem ich bei meiner letzten Reise so enttäuscht von Podgorica, der Hauptstadt des jungen Staates war.

Fotocredit: Georg Wallner (3)

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